Jahresbericht 2025 des Vorsitzenden am 26.09.2026
Jahresbericht 2025
des Vorsitzenden des Förderkreises,
Dr. Heinz-Walter Knackmuß
auf der ordentlichen Mitgliederversammlung
am 26.09.2026
in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche
Liebe Mitglieder des Förderkreises,
das Jahr 2025 war noch geprägt von intensiven Bauarbeiten in der Kirche. Der ursprünglich geplante Eröffnungstermin zum Advent 2025 oder zum Heiligen Weihnachtsfest 2025 konnte nicht gehalten werden. Die Arbeit des Förderkreises ging zwar weiter, aber doch im eingeschränkten Modus.
Am Sonntag, den 23.03.2025, fand ein Festgottesdienst in der Lutherkirche in Rathenow statt. Das Kantorenehepaar Therese Härtel und Stephan Hebold wurden in ihren Dienst eingeführt und das bedeutete einen großen Segen für die ganze Gemeinde. Ich kann die Arbeit der beiden Kantoren nur in den höchsten Tönen loben. Das Musikleben in der Stadt Rathenow ist dadurch wieder aufgeblüht.
Am 27.04.2025 feierte die Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde in der Lutherkirche in Rathenow einen Gedenkgottesdienst zur Erinnerung an die Zerstörung ihres Gotteshauses auf dem Kirchberg vor 80 Jahren in der Brandnacht vom 28.04./29.04.1945. Ich durfte in diesem Gottesdienst über die Rettung des Romanischen Abendmahlkelchs und eines verkohlten Balkens sprechen. Der Pfarrer ging in seiner Predigt auf dem Psalm 84 ein, in dem es heißt:
„Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.“ Die meisten Christen in den vergangenen Jahrhunderten waren unvorstellbar arm. Das Haus Gottes sollte ihnen deshalb als ein kleines Abbild des Paradieses und eine Hoffnung auf ein Leben in einer besseren Welt geben.
Am 07.09.2025 fand ein Tag der offenen Baustelle statt, wo alle Rathenower die fast fertigen Kreuzgewölbe im Chorraum in Augenschein nehmen konnten. Der Ansturm der Menschen war groß.
Die Stadt Rathenow und der Förderkreis haben sich geeinigt ein Denkmal für die Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow, Bischöfin Rosemarie Köhn, auf dem Kirchplatz zu errichten. Am 10.12.2025 startete der Förderkreis den Auftakt für eine Spendenaktion und gab Bischofsurkunden im Wert von 200,00 € heraus. Lassen Sie mich noch ein paar persönliche Worte sagen.
Vor 30 Jahren am 15.09.1996 habe ich hier in dieser Kirche den Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. gegründet. Die erste Spendenaktion war für die Fenster im Chorraum, dann erfolgten Spendenaktionen für den Wiederaufbau des Turms, der Kreuzrippengewölbe im Kirchenschiff und in der Marienkapelle sowie für das Dach im Kirchenschiff, den Goetheglasfenstern im Kirchenschiff und wir sammeln immer noch Spenden für eine neue Orgel und für die barocke Kanzel. Der Förderkreis hat sich auch um die Fördermittel in Höhe von 7,5 Mio. € bemüht, mit denen der letzte Bauabschnitt des Wiederaufbaus erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Der Förderkreis möchte den vielen vielen Bauarbeitern, die hier so fleißig gewirkt haben, danken. Auch dem Architekten Dr. Jens Birnbaum von den Krekeler Architekten Generalplaner GmbH sei für seine makellose Arbeit herzlich gedankt. Der Baubeirat mit Hartmut Fellenberg und Pfarrer Jens Greulich und Eva-Maria Urban hatte die Hauptarbeit im letzten Bauabschnitt geleistet, wobei Hartmut Fellenberg besonders hervorsticht, denn seine Erfahrungen und seine Kompetenz sparten der Gemeinde eine halbe Million €. Bewegliches Inventar, wie z. B. Stühle und Kunstwerke waren nicht Gegenstand der Förderung durch den Bund/BKM und das Land/MWFK. Aus diesem Grund hat der Förderkreis für die Restaurierung des Altarretabels (Marienaltar) und des Epitaphs
(Totengedenktafel) des Stadtschreibers Nesen separate Förderprojekte initiiert. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung hat sich gemeinsam mit der örtlichen Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) an der Finanzierung der Restaurierung des Altarretabels (Marienaltar) beteiligt. Und die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland hat sich gemeinsam mit der örtlichen Volksbank Rathenow an der Restaurierung des Epitaphs des Stadtschreibers Nesen beteiligt. Vielen Dank dafür
Allen Mitgliedern, auch den vielen, vielen, die schon im Herrn Entschlafenen möchte ich für ihren Anteil danken. Den großen und kleinen Spendern und meinen Mitstreitern im Vorstand und Kuratorium. Heidi Maria Binder, Hartmut Fellenberg, Kevin Kama, Thomas Weisner, Kerstin Zink-Zimmermann, Pfarrer Jens Greulich, Landrat Roger Lewandowski, Prof. Dr. Gudrun Gleba, Holger Schiebold, Lisa Engel, Peter Kurth, Andreas Behncke, Gabriele Scharein, Sabine Wille-Bäckhausen und Sylvio Jörn. An erster Stelle aber danke ich Gott für seinen Segen, der alles so glücklich zusammengeführt hat. Heute bin ich glücklich und möchte nicht mehr als Vorsitzender oder Mitglied des Vorstandes kandidieren.
Es war viel Mühe und Arbeit in den 30 Jahren, aber ich habe die Aufgaben mit Freude wahrgenommen. Zum 10-jährigen Bestehen des Förderkreises haben wir auf dem Kirchberg eine Förderkreislinde gepflanzt. Der SPD-Landrat Dr. Burkhard Schröder nahm selbst die Schaufel in die Hand. Zum 20-jährigen Bestehen hat Kerstin Zink-Zimmermann eine wunderbare Ausstellung kreiert und zum 30-jährigen Bestehen des Förderkreises ist die Kirche komplett wiederaufgebaut. Der Sinn des Lebens für einen Christen bedeutete für mich nicht einfach nach Lust und Laune zu leben, sondern seine Pflicht zu tun für Gott, für die Familie und für den Staat. Ich denke, dass es ohne Bereitschaft der Bürger zu freiwilliger pflichtgemäßer Uneigennützigkeit in unserem Land nicht geht. Ich wünsche dem neuen Vorstand, dass er alle Aufgaben, die noch geplant sind, mit Gottes Hilfe zu einem guten Ende führen wird.
Vielen Dank.
Copyright: Dr. Heinz-Walter Knackmuß 26.09.2026





