Dr. Jens Birnbaum bei der ersten Führung für Mitarbeiter der Kirchenaufsicht 23.04.2026
Der Architekt Dr. Jens Birnbaum von den Krekeler Archtiekten Generalplaner GmbH erklärte am 23.04.2026 für die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kirchenaufsicht und der Kirchenführungen die neu entstanden Teile der Kirche. Er begann seine Führung an der Andreaskapelle, die ein neues Kupferdach bekommen hat, weil die Dachsteine den Regen nicht abhalten konnten. Dann ging er in das Querhaus, das der älteste Bestandteil des Gotteshauses von 1190 ist, als eine romanische Basilika errichtet wurde. Spätere Generationen haben die Emporen auf beiden Seiten bis in den Chorraum hineingebaut, wobei das Querhaus nicht mehr so deutlich als ältester Teil der Kirche zu erkennen war. Jetzt enden die Emporen am Querhaus und die Struktur aus der Romanik wird wieder sichtbar. Dann berichete er über den Neubau der Säulen und der drei Kreuzgewölbe im Chor. Dabei wird jetzt erkennbar, wie die modernen Fenster des großen Künstlers Gerhard Henschel noch an Aussagekraft und Schönheit gewinnen. Über den Eingang zur Andreaskapelle wurde das Epitaph (Totengedenktafel) für den Stadtschreiber Nesen plaziert, das dank der Volksbankstiftung komplett restauriert werden konnte und über dem Eingang zur Marienkapelle wurde das Gemälde Christus vor dem Hohen Rat aufgehängt, das durch eine Spende von Dr. Joachim Arenth von der Jenacon Foundation ebenfalls vollständig restauriert werden konnte.
Der Böhmische Marienaltar hat hinter dem Altar seinen Platz gefunden. Eine Restaurierung des Altars war duech die Sparkassenstiftung möglich geworden. Die sechs Säulen im Chorraum wurden nicht verputzt und bilden jetzt mit dem umgebenden Mauerwerk eine Einheit. Der Zugang zum Chorraum ist barrierefrei und so hat man vor den Seitenwänden einen Graben eingefügt, der die ursprüngliche tiefe des Chorraums deutlich macht. Im Chorraum ist eine spezielle Belüfung eingebaut worden, so dass sich der Altar und die Gemälde in musealer Geborgenheit befinden. Das Frühere Altargemälde "Simeon mit dem Kinde" von Prof. Bernhard Rode befindet sich in der Apsis (Nische) des südlichen Seitenschiffs. In der Absis des nördlichen Seitenschiff ist der Taufstein belassen worden. Der Altar wurde in die Mitte des Chorraums versetzt und bildet nun mit der Kanzel und dem Taufstein dein Dreieck aus den 50iger Jahren. Die Bänke im Mittelschiff sind aufgearbeiet worden und wuden wieder aufgestellt. Für die Seitenschiffen sind neue Stühle gekauft worden. Auf den Emporen hat man die Stühle aus der Lutherkirche aufgestellt. Die gesamten Empren sind mit Parkett ausgekleidet worden. Die Brüstung ist wie die ursprüngliche Empore aus den 50iger Jahren auch für die neuen Seitenemporen weitergeführt worden, sodass hier kein Stilbruch zu sehen ist. Der Fußboden im Schiff ist Terazzo. Nur der Hauptgang und die Gänge zu den Seitentüren sind mit Naturstein ausgelegt worden, ebenso der größte Teil des Chorraum. Die nördliche Treppe aus den 50iger Jahren hat man restauriert und so belassen und die südliche Seitenaufgangstreppe zu den Emporen ist als schlichte Steintreppe neu entstanden. Drei große Rundleuchten sind im Kirchenschiff angebrachtworden und unter den Emporen befinden sich verstellbare Deckenleuchten, die auch gut dort aufzustllende Ausstellen beleuchten könne. Die Lautsprecheranlage ist modern und läßt sich leicht regeln. Im südlichen Seitenschiff sind Schaltrelais und ein Wasseranschluß eingebaut worden. Im nördlichen Seitenschiff ist allesvorbereitet für die Aufsicht und eventuelle Verkaufsschalter für Konzerkarten. Alles in allem ein gelungener Wiederaufbau. Danke an alle Handwerker, die an dem Bau mitgewirkt haben.





