Biografie von Thomas Weisner

Thomas Axel Harald Weisner wurde am 01.06.1957 in Rathenow geboren. Der Vater, Harald Weisner, war Betriebsparteisekretär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands in der Rathenower Hafermühle, in den Rathenower Optischen Werken und später im Maschinenbau Mögelin. Seine Mutter, Margot Weisner, geborene Güldner, war zunächst Verkäuferin und arbeitete später unter anderem als Sekretärin im Kohlehandel an der Rathenower Gasanstalt. 1957 wurde Thomas Weisner in der Lutherkirche durch Pfarrer Siegfried Wegener getauft. Von 1963 – 1973 besuchte er die Polytechnische Oberschule (POS) „ Friedrich Engels“ in Rathenow (Jahnschule). Dort wurde er von der Klasse zuerst in den Freundschaftsrat der Thälmannpioniere und anschließend in die FDJ-Leitung der Schule als Hauptkassierer delegiert. 1979 trat er aus der FDJ aus. Nach Abschluss der 10. Klasse begann Thomas Weisner 1973 eine Lehre zum Facharbeiter für Fertigungsmittel (Werkzeugmacher), die er 1976 erfolgreich abschloss und vom Volkseigenen Betrieb (VEB) Duncker sofort übernommen wurde. Die praktische Berufsausbildung fand im VEB Duncker und die theoretische Ausbildung in der Berufsschule der Rathenower Optischen Werke (ROW) in der Bergstraße statt. Von 1976 – 1978 leistet Thomas Weisner den Grundwehrdienst in der Nationalen Volksarmee (NVA) in Brück ab. Brück diente aber nur als Winterquartier, denn die meiste Zeit baute er mit seinen damaligen Kameraden Flugplätze für die NVA. Nach dem Armeedienst kehrte er als Werkzeugmacher in seinen Ausbildungsbetrieb VEB Duncker nach Rathenow zurück. 1978 begann er ein fünfjähriges Fernstudium für Maschinenbau an der Fachhochschule für Maschinenbau und Elektrotechnik in Magdeburg und arbeitete seit Beginn des Fernstudiums als Technologe in dem Betrieb. Während seines Fernstudiums wurde der Betrieb VEB Duncker in die Rathenower Optischen Werke eingegliedert und Thomas Weisner arbeitete seit 1980 als Fertigungsmittelkonstrukteur in den ROW. 1983 schloss er das Fernstudium erfolgreich ab und war nun Maschinenbauingenieur (Konstrukteur). Als 1990 mit der Einheit Deutschlands die Reprivatisierung des VEB Duncker erfolgte, blieb er praktisch im gleichen Betrieb, dem Tochterunternehmen „Werkzeugfabrik Rathenow GmbH“ und arbeitete bis zur Insolvenz der Firma im Jahr 1997 in der Jahnstraße in Rathenow. Mit der Insolvenz des Betriebes kam Thomas Weisner zur Havelländischen Zinkdruckguss GmbH und arbeitete dort in seinem Beruf bis 2009, wo er aus wirtschaftlichen Gründen entlassen wurde. Ab 2010 fand Thomas Weisner als Fertigungsingenieur eine neue Aufgabe bei der Rathenower Feinwerktechnik GmbH, die als Tochterunternehmen für die Ohst Medizintechnik AG in Rathenow Hüft- und Kniegelenke im Feingussverfahren herstellt. Am 27.03.1981 heiratete er die Sekretärin Renate Magdalena Pehta in Rathenow standesamtlich. Am 28.03.1981 traute Pfarrer Dietrich Hallmann das Paar im Gemeindehaus Süd. Der Trauspruch lautete: „ Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn, seinen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was drinnen ist; der Treue hält ewiglich.“ (Psalm 146, 5-6). Dem Ehepaar Weisner wurde der Sohn Johannes, der Sohn Daniel und die Tochter Damaris geschenkt. Thomas Weisner besuchte ab 1974 wöchentlich die von Werner Schmidt aus Rathenow geleiteten Jugendstunden der Landeskirchlichen Gemeinschaft in der Bergstraße 6 und erwarb sich dadurch umfangreiche Kenntnisse in der Heiligen Schrift. Am 15.07.1979 erhielt er von Frau Pastorin Christine Wolfram die Zulassung zum Abendmahl in der Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde.

Thomas Weisner besuchte mit Freude die mittwöchlichen Bibelstunden und die sonntäglichen Gemeinschaftsstunden in der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Rathenow, Bergstraße 6. Außerdem ist er fast jeden Sonntag Vormittag in den Gottesdiensten der Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde im Gemeindehaus Süd oder in der Lutherkirche oder in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zu finden, denn er möchte für Menschen da sein, um ihnen zu zeigen, dass sich ein Leben mit Gott lohnt. Ab 1980 leitete er auch Bibelstunden in der Landeskirchlichen Gemeinschaft und predigte in den Evangelisationsstunden am Sonntag. Diese Aufgaben nahm er auch in Schönholz, Nennhausen, Premnitz und Liepe wahr. Von 1988 – 2000 war Thomas Weisner Jugendleiter in der Landeskirchlichen Gemeinschaft. Von 1989 bis 2005 war er im Vorstand der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Rathenow und von 2000 – 2003 im Gesamtvorstand des Gemeinschaftswerkes Berlin-Brandenburg tätig. Seit 1995 ist er Kassierer im Vorstand der Stiftung „ Vereinshaus evangelischer Männer und Jünglinge zu Rathenow.“ Thomas Weisner wurde 2001 in den Gemeindekirchenrat der Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde in Rathenow gewählt und ist seit 2013 der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Nach massiver Behinderung seiner Recherchen in der Evangelischen Kindertagesstätte " Regenbogen", die auch vor anonymen Verleumdungsbriefen nicht zurückschreckte, gab er das Amt als Vorsitzender des Gemeindekirchenrates und sein Mandat als gewählter Kirchenältester am 09.11.2014 auf. In seiner Freizeit spielt er Gitarre im Saitenspielchor der Landeskirchlichen Gemeinschaft, den seine Frau leitet. Unter dem Dirigat von Helmut Hartmut singt er auch im gemischten Chor der Landeskirchlichen Gemeinschaft als Tenor. Er fährt gern Fahrrad und arbeitet mit seiner Frau im Garten und hält Kaninchen. In jüngeren Jahren hat er Modellflugzeuge gebaut sowie Uhren und Radios repariert. Er hatte in der Küche auch ein kleines Fotolabor, wo er seine Filme entwickelt hat. Heute fehlt ihm dafür die Zeit. Am 10.11.2013 trat er dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V., um den Wiederaufbau des Gotteshauses zu unterstützen.

© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 09.01.2014
81. Jahresfest der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Rathenow

Thomas Weisner 17.09.2017
Die Landeskirchliche Gemeinschaft Rathenow feierte am 17.09.2017 ihr 81. Jahresfest. Gleichzeitig wurde der Prignitzer Gemeinschaftstag in Rathenow mit Menschen aus Wittenberge, Perleberg, Lenzen, Wittstock, Sandau und Neuruppin begangen. Den Auftakt bildete ein Festgottesdienst in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche mit dem Rathenower Posaunenchor unter der Leitung von Helmut Hartmann. Die Festpredigt hielt der Theologe Hans-Martin Richter. Er hatte sich als Predigttext die Eroberung von Jerusalem durch den König Nebukadnezar gewählt und wie der Prophet Jeremia den Juden sagte: "Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen und betet für sie zum Herrn; denn wenn´s ihr wohl geht, so geht´s auch euch wohl." Nebukadnezar hatte das von Gott auserwählte Volk Israel nach Babylon verschleppt und die Heilige Stadt Jerusalem zerstört. Viele Juden hatte das komplett aus der Bahn geworfen und sie brauchten eine Zeit, um sich wieder zu finden und ihre Religion zu bewahren.

Hans-Martin Richter
Nach dem Gottesdienst wurde die Festgemeinde zu einer Dampferfahrt um die Sankt-Marien-Andreas-Kirche eingeladen. Der Posaunenchor war mit an Bord.

Es war ein schöner Herbsttag und so war die Stimmung fröhlich und ausgelassen. Nach der Dampferfahrt gab es eine Festveranstaltung in der Bergstraße in Rathenow für den Regionalen Gemeinschaftstag mit Kaffeetrinken und Musik.
Hans-Martin Richter berichtete über das Projekt "Gemeinschaftskirche St. Bernhard" in Brandenburg, wo entwurzelte Menschen aufgefangen werden.
In Brandenburg an der Havel gab es nach dem Aus des Stahl-und Walzwerkes eine Vielzahl von gestrandeten Menschen. Die Heilung der Entwurzelten ist noch nicht vollständig gelungen und in dieser Situation bietet St. Bernhard Halt und festen Boden für viele Menschen.
Andacht Thomas Weisner
Thomas Weisner reaparierte am 25.09.2021 das Kanzelpult. Er ist eben auch handwerklich begabt. Nun ist es wieder besser mit der Akustik von der Kanzel aus.


Andacht zur Ausstellungseröffnung
Frauen fünfmal anders
am 07.08.2022
in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche
Andacht
Copyright: Dr. Heinz-Walter Knackmuß, 07.08.2022
Festgottesdienst am 12.04.2026
zum vorletzten Mal in der Lutherkirche
Einführung von Lektoren im erweiterten Dienst
Thomas Weisner
als Lektor im Gottesdienst
12.04.2026
Am ersten Sonntag nach Ostern feierte die Evangelische Kirchengemeinde Rathenow in der Lutherkirche zum vorletzten Mal einen ganz besonderen Gottesdienst, denn am 26.04.2026 soll mit einem Festgottesdienst nach mehrjährigem Wiederaufbau die Sankt-Marien-Andreas-Kirche wieder als Gottesdienststätte dienen. Wer also noch einmal einen Gottesdienst in der alten Lutherkirche erleben möchte, ist am 19.04.2026 um 10:30 Uhr herzlich dazu eingeladen. Am 12.04.2026 standen Frank Freudenberg, Daniel Nittke, Cordula Prior, Konstanze Raschke, Grit Wacker und Thomas Weisner im Mittelpunkt eines Festgottesdienstes, denn der Superintendent Thomas Tutzschke führte sie in das Amt eines Lektors im erweiterten Dienst ein. Ein normaler Lektor übernimmt in den Gottesdiensten die Begrüßung, liest das vorgeschriebene Evangelium für den jeweiligen Sonntag, spricht mit der Gemeinde das Glaubensbekenntnis, verliest die Abkündigungen und unterstützt den Pfarrer beim Fürbittengebet. Ein Lektor im erweiterten Dienst darf den ganzen Gottesdienst mit einer Lesepredigt allein halten. In Zeiten von Personalmangel an allen Ecken und Enden sind solche Lektoren natürlich in jeder Kirchengemeinde hoch willkommen.
Pfarrer Udo Gerbeth aus Friesack hat die sechs Lektoren von Oktober 2025 – Februar 2026 ausgebildet und nach einer praktischen Prüfung wurden sie durch den Superintendenten in ihr Amt eingeführt und können nun selbstständig Gottesdienste halten. Der Superintendent predigte an diesem Sonntag über eine Geschichte aus der Bibel, wo Jesus nach seiner Auferstehung den Jüngern erscheint und der Thomas fehlte dabei. Als die anderen Jünger ihm davon erzählten, glaubte er ihnen nicht und sagte, ehe er nicht seine Hand in die Wundmale gelegt habe, könne er nicht an solche Spukgeschichten glauben. Eine Woche später erscheint Jesus wieder seinen Jüngern und bittet den Thomas seine Hand in die Wundmale zu legen und Thomas fällt auf die Knie sagt zu Jesus: “Mein Herr und mein Gott.“
Da sagt Jesus zu ihm: „Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ Wenn man heute von einem ungläubigen Thomas spricht, meint man einen Menschen, der alles immer selbst überprüfen will und sich auf die Aussagen anderer nicht verlässt. Im Anschluss an den Gottesdienst saßen die Gemeindemitglieder noch bei Kaffee und Kuchen zusammen und feierten die frisch gebackenen Lektoren ein bisschen.
Von links: Pfarrer Udo Gerbeth, Cordula Prior, Daniel Nittke, Konstanze Raschke, Frank Freudenberg, Grit Wacker, Thomas Weisner
Copyright: Dr. Heinz-Walter Knackmuß, 12.04.2026










