Dr. Peter Dietze spendete für das Denkmal der Bischöfin 29.06.2026
von links: Karin Dietze, Anneliese Plagemann, Renate Tiedke, Dr. Peter Dietze, Marlies Grohs, Heidrun Meyer
Dr. Peter Dietze, der Leiter des Rathenower Heimatmuseums, kam am 29.06.2026 mit seiner ehemaligen Abiturklasse zum diamantenen Jubiläum in die Sankt-Marien-Andreas-Kirche nach Rathenow. Vor 60 Jahren hatte die Klasse ihr Abitur in Rathenow abgelegt. Vor dem Geburtshaus des Pfarrers Johann Heinrich August Duncker ließ man sich in die Geschichte der Stadt der Optik mitnehmen. Auch die Bischöfin Rosemarie Köhn aus Hamar in Norwegen ist in die Geschichte der Stadt der Optik verwickelt. Rosmarie Köhns Vater hatte in Norwegen die Brillen und optische Geräte verkauft und verliebte sich in eine Norwegerin, die er in Dom von Trondheim heiratete und mit nach Rathenow brachte. So wurde die erste Frau im Bischofsamt von Norwegen, Rosemarie Köhn, in Rathenow geboren, getauft und eingeschult und ist von der Stadtverordnetenversammlung von Rathenow 2021 zur Ehrenbürgerin gewählt worden. Als sie 2022 in Hmar starb setzte man ihr ein lebensgroßes Denkmal vor den Dom von Hamar.
Am 06.09.2026 soll um 14:00 Uhr eine Bronzebüste der Bischöfin Rosemarie Köhn auf dem Kirchplatz in Rathenow enthüllt werden. Die ehemaligen Mitglieder der Abiturklasse spendeten dafür 51,00 €. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende. Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche ist im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört worden. 1959 hatte Pfarrer Friedrich Korth unter großen Schwierigkeiten das Kirchenschiff mit einem Dach versehen können und hatte den Zugang zum Chor zumauern lassen, aber die Kirche konnten nun als Sommerkirche jedes Jahr wieder genutzt werden. Von 1990 -1995 wurde der Chor, in dem große Bäume gewachsen waren, vom Schutt befreit und mit einer Holzdecke versehen. 1996 gründete sich ein Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V., der von nun an als Tiebfeder des Wiederaufbaus fungierte. Von 1995 - 2000 wurden die Chorfenster nach den Entwürfen von Gerhard Henschel neu gestaltet. 2001 wurde der Turm wiederaufgebaut, der seine Vollendung aber erst 2002 bekam, als eine reparierte Glocke wieder eingesetzt wurde. 1727 wurde der Turm teilweise abgetragen und höher wiederaufgebaut. Die Gesamthöhe betrug damals 56,49 m. 1816 hatte der Turm wieder einen Umbau nötig. Bald zeigte der Turm der Sankt-Marien-Andreas-Kirche erneut starke Risse, die trotz Verankerung von 1816 nicht zu beheben waren. Stadtbaurat Perl sollte deshalb 1821 den Turm vermessen und alles für einen Neubau vorbereiten. Der berühmte Baumeister Friedrich Schinkel wurde mit einem Entwurf beauftragt. Friedrich Schinkel lieferte einen Entwurf einer ganz neuen Kirche mit dazu passendem Turm, der aber nicht die Zustimmung des Magistrats fand. Stattdessen wurde der neugotische Turm nach dem Entwurf von Carl Wilhelm Redtel (*1783 - †1853), einem Schüler von Friedrich Schinkel von 1824 -1828 neu erbaut. Schinkel war tief enttäuscht, aber der Turm passte gut zum Kirchenschiff. 2010 wurde das Dach neu gedeckt und die vier Kreuzrippengewölbe im Kirchenschiff wiederaufgebaut. 2011 erfolgte der Einbau der Kreuzrippengewölbe in der Marienkapelle. Von 2023 - 2025 wurden mit Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 7,5 Mio. € die drei Kreuzrippengewölbe im Chor die zwei Seitenemporen und eine Fußbodenheizung eingebaut. Damit ist die Hülle der Kirche wiederaufgebaut worden und die Gemeinde feierte in einem Festgottesdienst am 26.04.2026 dieses kleine Wunder und dankte Gott für seinen Segen. Natürlich wurde den Besuchern der Gruppe der Marienaltar und die Fenster im Chorraum erklärt, aber das Wichtigste war doch die letzte Phase des Wiederaufbaus, die die Kirche in neuem Glanz erstrahlen läßt.
אלוהים יברך את העיר רתנוב
Gott segne die Stadt Rathenow!
Spenden werden erbeten an:
Förderkreis
IBAN:DE 07160919940001070100
Kennwort: Denkmal Bischöfin
© Dr. Heinz-Walter Knackmuß, 29.06.2026