Worte des Gedenkes für Helmut Niederdränk 13.06.2026
Liebe Heidi Maria, lieber Kai, lieber Frank, lieber Dirk Niederdränk, liebe Trauergemeinde,
Helmut Niederdränk war ein herzlicher und liebenswerter Mensch. Er war eine rheinländische Frohnatur und lachte viel. Die Erfahrungen als Kampfpilot bei der Bundeswehr hat ihm doch die Weite der Welt gezeigt und immer eine andere Perspektive zu suchen, mit der man die Erde betrachten konnte. Er war sich oft darüber im Klaren, dass er als Pilot der Bundeswehr den Staat schützen und ihm dienen wollte. Ohne die Staatsgewalt gab es für Helmut Niederdränk keine Freiheit, keine Sicherheit und kein sinnerfülltes menschliches Zusammenleben. Auch die Demokratie braucht einen starken Staat. Als er mit 40 Jahre den Dienst bei der Bundeswehr quittieren musste, fühlte er sich einfach noch zu jung, um als Rentner sich die Zeit zu vertreiben. Er versuchte einen Neustart als Versicherungskaufmann und suchte seine Kunden im Osten Deutschlands und bauten ein weitverzweigtes Geschäft auf. Er arbeitete gern und die Kunden konnten praktisch rund um die Uhr seine Dienste in Anspruch nehmen. Helmut Niederdränk hatte aber immer ein offenes Ohr für die Nöte und Sorgen der Menschen und versuchte ihnen zu helfen mit seinem Wissen und mit seiner Erfahrung in seinem Beruf als Versicherungsmakler. Und er hatte 1994 Heidi Maria Binder gefunden, der er in herzlicher Liebe zugetan war und die ihm im Maklergeschäft half. Heidi Maria Binder stand ihm immer zur Seite, auch bei der schweren Krankheiten, die eine Operation am Herzen notwenig machten, war sie Tag und Nacht an seiner Seite. Aber sie hat auch mit ihm die schönen Seiten des Lebens noch schöner gemacht. Die vielen Reisen, der große Freundeskreis und die interessanten Gespräche in großen und kleinen Runden. Heidi versuchte ihn zu bremsen in seinem Arbeitseifer, aber er konnte in seiner Arbeit oft versinken und vergaß die Welt um sich und auch sich selbst dabei. Helmut Niederdränk war ein technisches Genie. Es gab kaum ein Gerät, das er nicht bei Defekten reparieren konnte und er machte solche Arbeiten gern. Er hatte Geduld und ließ sich nie aus der Ruhe bringen. Daneben hatte er die Bindungen zu seiner alten Heimat und zu seinem früheren Leben nie gekappt. Die Söhne, der Kaneval und das Rheinland waren ihm wichtig. Am 10.01.2019 trat er in den Förderkres zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. ein und verfolgte den Wiederaufbau des Gotteshauses mit reger Anteilnahme. Sein Büro lag ja am Fuße der Kirche und eine persönliche Freundschaft zu Pfarrer Andreas Buchholz festigte die Bindungen noch mehr. Helmut Niederdränk war in Langenberg in der Alten Kirche getauft und konfirmiert worden. Sein Konfirmationsspruch 1964 lautete: "Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit." (1. Johannes 3 , 18) Und er war überaus musikalisch wie sein Vater und sein Bruder Dirk auch. Es hatte in seinem Elternhaus immer Hausmusik gegeben. Er spielte Klavier und Akkordeon. 2021 umrahmten er und Heidi Maria Binder die Eröffnng der Weihnachtskrippenausstellung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche und er spielte mit Hingabe am Flügel "Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all." So hat er sich mit seinem Talent und mit Spenden in den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche eingebracht und auch jetzt hat die Familie zur Trauerfeier um Spenden für die neue Orgel gebeten. Bisher sind dabei 2.510,00 € zusammengekommen. Wir können mit Fontane sagen:
Und so spendet immer noch Segen die Hand,
von Helmut Niederdränk im Havelland.
Vielen Dank!