Danke an alle Bauleute von 2023 - 2026
von links: Schatzmeisterin Heidi Maria Binder, Stellv. Vors. Hartmut Fellenberg, Schriftführer Thomas Weisner, Stellv. Vors. Kevin Kama, Peter Kurth, Viola Knackmuß, Vors. Dr. Heinz-Walter Knackmuß
Am 04.12.2023 hielten Vorstandsmitglieder des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. eine Andacht zum Auftakt der bauvorbereitenden Maßnahmen für den letzten Bauabschnitt in diesem Gotteshaus.
2. Bauarbeiter der Baudenkmalpflege Potsdam am Nikolaustag (06.12.2023)
In einem Beitrag schreibt der Stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V.,
Hartmut Fellenberg,
unter der Überschrift:
Der lange Weg zur Havelland-Kathedrale
Die St. Marien-Andreas Kirche ist als Kleinod der norddeutschen Backsteinkunst das bedeutendste Gebäude des Mittelalters im Landkreis Havelland. Sie prägt das "Städtebauliche Ensemble Kirchberg" und wurde zum Wahrzeichen Rathenows. Ihre außerordentliche Bedeutung als Einzeldenkmal folgt aus der bauhistorischen Entwicklung, da "an einem Bau drei Hauptphasen der überregional beeinflussten märkischen Architekturentwicklung anschaulich ablesbar sind", so das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum.
Seit der verheerenden Kriegszerstörung vor 81 Jahren begann in den 50iger Jahren der Teilwiederaufbau. Erst mit Gründung des Fördervereins zum Wiederaufbau der St. Marien-Andreas Kirche 1996 bekam der Wiederaufbau eine neue Dynamik. Durch die verschiedenen Wiederaufbaumaßnahmen der vergangenen Jahrzehnte wurde die Stadtkirche in ihrer äußeren Erscheinung in Anlehnung an den Vorkriegszustand weitgehend wiederhergestellt, zeigte aber der Innenraum aktuell eine Reihe von Brüchen. Der Kirchenraum funktionierte nicht mehr als zusammengehörige Raumeinheit.
Für den finalen Wiederaufbau war so ein neues Planungskonzept notwendig. Eine architektonische und denkmalpflegerische Vision, die an die Ästhetik der 1950er Jahre anknüpfte und eine zeitgenössische Architektur im historischen Kontext schaffte.
Dazu wurde durch das Architekturbüro Krekeler, Brandenburg, bereits im Jahre 2016 eine entsprechende Konzeption gemeinsam mit der Kirchengemeinde und dem Förderkreis erarbeitet. Diese Konzeption war die Grundlage für die Zuwendungsbescheide des Bundes und des Landes für die jetzt abgeschlossene finale Wiederaufbauphase. Bis zur Realisierung sind 10 Jahre vergangen. Solche Projekte verlangen Zielstrebigkeit und Gemeinsamkeit, aber auch Geduld!
Die St. Marien-Andreas Kirche ist aber nicht nur ein Spiegelbild der über 800-jährigen Geschichte Rathenows und der internationalen Architekturentwicklung, sondern auch Heimstätte überregional bedeutender Kunstwerke. Dazu gehören:
das gotische Hochaltarretabel, entstanden um 1380. Restauriert von Thoralf Herschel aus Berlin;
das 1579 gemalte Epitaph für den Rathenower Stadtschreiber Andreas Nesen und seine Ehefrau Anja (gehört zu den frühesten märkischen Stadtansichten). Restauriert von Holger Müller aus Radebeul;
das 1778 gemalte Altarbild Darbringung Jesu im Tempel und
das Gemälde "Christus vor dem hohen Rat" um 1700 gemalt. Restauriert von Annett Xenia Schulz aus Berlin.
Gegenstand der Konzeption für die Neugestaltung des Innenraumes war auch die qualitativ würdige Verortung dieser Kunstwerke im neuen Innenraum. So wurde die Altarmensa der 1950er Jahre wieder mit dem mittelalterlichen Hochaltarretabel zusammengeführt und an den tradierten Standort im Chorraum versetzt. Der Altar dient wieder als zentraler Punkt und der Chorraum erfüllt somit seine angestammte liturgische Funktion.
Die Restaurierung der Kunstwerke, war jedoch nicht Gegenstand der Zuwendungsbaumaßnahme des Bundes und des Landes. So hat der Förderkreis mit Unterstützung des Architekturbüros Krekeler separate Förderprojekte initiiert. Die Restaurierung aller Kunstwerke wurde aus Spenden des Förderkreises mit Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der VR-Stiftung der Volksbanken und Raufeisenbanken in Norddeutschland finanziert.
Der Förderkreis dankt ganz herzlich allen Spendern und den vorgenannten Stiftungen.
Hartmut Fellenberg,
Stellv. Vorsitzende des Förderkreises
Der Vorsitzende des Förderkreises
Dr. Heinz-Walter Knackmuß
dankte in einem Brief den Architekten
für ihre grandiose Leistung
Architekt Dr. Jens Birnbaum
bei einer Besichtigung
mit ehrenamtlichen Kirchenführern
23.04.2026
Rathenow, den 26.04.2026
Herren
Drs. Achim Krekeler und Jens Birnbaum
Krekeler Architekten Generalplaner GmbH
Steinstr. 66/67
14776 Brandenburg
Lieber Herr Krekeler, lieber Herr Binrbaum,
ich bin glücklich. Nach 30 Jahren Arbeit für den Förderkreis ist die Sankt-Marien-Andreas-Kirche wieder ein Juwel im Havelland geworden und schöner denn je zum Lobe Gottes wiederaufgebaut worden. Bitte sagen Sie all Ihren Mitarbeitern meinen herzlichen Dank. Ich erinnere mich noch, wie Sie, lieber Herr Krekeler, bei der Einweihung des Wiederaufbaus der Kreuzgewölbe im Kirchenschiff am 27.06.2010 gesprochen haben und Pfarrer Andreas Buchholz dankte im Festgottesdienst besonders den Bauleuten, die dieses kleine Wunder vollbrachten. Nun hat es 16 Jahre gedauert und wir sind beide darüber alt geworden und Jens Birnbaum hat Ihre Aufgaben vorzüglich weiter ausgeführt. Ich bin so was von begeistert von der Kirche und ich hätte mir die Schönheit nicht so vorstellen können. Wenn wir davon ausgehen, dass die Kirchen ein kleines Abbild des Paradieses sein sollen, so ist es mit diesem Wiederaufbau und den restaurierten Kunstwerken gelungen. Es hat eben alles so lange gedauert, bis wir das Geld zusammen hatten. Und als wir das Geld hatten, wollte der Projektsteuerer 500.000,00 € für die Verwaltung der Fördermittel haben. Als ich in einem Telefonat mit Ihnen mich darüber beklagte, sagten Sie: „Den Projektsteuerer brauchen Sie nicht. Sie haben doch den Fellenberg. Der hat das Pauli-Kloster in Brandenburg mit 14 Millionen € Fördermittel umgebaut. Der kann das.“
Und so ist es auch gekommen. Der Projektsteuerer wurde abgewickelt und Hartmut Fellenberg hat die Aufgaben des Projektsteuerers ehrenamtlich übernommen und das war und ist viel Arbeit. Dr. Jens Birnbaum hat am 23.04.2026 eine Führung für das ehrenamtlich Aufsichtspersonal in der Kirche gemacht, bei der mir das Herz aufgegangen ist. Ich bin ja immer für die Wiederherstellung des Alten. Ich habe mich geärgert, dass die Emporen nicht mehr wie vor der Zerstörung bis in den Chorraum reichen. Aber jetzt gefällt mir das doch, weil, wie Jens Birnbaum erklärte, der älteste Teil der Kirche das Querhaus aus der Romanik wieder sichtbar wird. Ich habe auch im Chorraum ganz oben noch die Verzierungen aus der Zeit der Romanik gefunden, die deutlich zu erkennen sind. Es ist eine helle, wunderbare Kirche geworden mit barrierefreiem Zugang zum Chorraum und die Emporen nehmen der gotischen Hallenkirche die Kälte. Es ist gemütlich wie zu Hause auf dem Sofa. Die Menschen, die mich vor zehn Jahren lynchen wollten, weil ich die drei Kreuzrippengewölbe im Chor wieder aufbauen wollte, können nun sehen, die Fenster des Malers Gerhard Henschel gewinnen noch an Schönheit und Aussagekraft. Es ist so, als wären sie schon immer da gewesen. Ich bitte Sie den Dank des Förderkreises an all Ihre Mitarbeiter weiterzugeben. Es ist ein großartiges Werk entstanden.
Vielen Dank!
Dr. Heinz-Walter Knackmuß
Vorsitzender des Förderkreises
Ps. Einen Wermutstropfen muss ich doch in den süßen Wein schütten. Als Dr. Jens Birnbaum den Pfarrer Bucholz und mich zum Beginn der Bauarbeiten fragte, ob wir eine Toilette einbauen wollen, haben wir „nein“ gesagt, weil wir davon ausgingen, dass die Toiletten im Gemeindezentrum entstehen werden. Das war ein Fehler. Heute wünschte ich mir doch wenigsten eine Toilette in der Kirche. Als ich Familie Krekeler und Dr. Birnbaum bei der Einweihung Ihrer Räume in der Steinstraße 66/67 darauf ansprach, führte kein Weg mehr dahin. Sie, lieber Dr. Krekeler, sagten mir, der Einbau wurde 15-20.000,00 € kosten. Aber was ist diese Summe bei 7,5 Mio. €? Ich finde, es sollte doch eine Toilette im südlichen Arbeitsbereich eingebaut werden. Platz wäre dafür vorhanden und das hat auch Priorität, denn wann die Toiletten im neu geplanten Gemeindezentrum fertig werden, ist noch ungewiss.
Der Vorsitzende des Förderkreises
Dr. Heinz-Walter Knackmuß
dankte dem Kantorenehepaar
Therese Härtel und Stephan Hebold
für das Musikfest
bei der Wiedereröffnung der Kirche
am 26.04.2026
Kantoren Therese Härtel und Stephan Hebold
bei den Zweischenmusiken
in der Grußwortstunde
am 26.04.2026
Liebe Therese, lieber Stephan, Rathenow, den 26.04.2026
ich möchte euch beiden im Namen des Förderkreises ganz herzlich danken für die wunderbare musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes zur feierlichen Eröffnung der Sankt-Marien-Andreas-Kirche am 26.04.2026. Bis jetzt habe ich fast nur begeisterte Menschen gesprochen, die ganz angetan waren von diesem festlichen Tag in der Kirche. Und ihr habt ja schon mit dem Konzept und mit den Proben und mit der Gewinnung von anderen Künstlern genug Arbeit gehabt. Es war einfach schön und es ist auch schön, dass fast alles aufgezeichnet wurde. Ich werde noch wochenlang damit zu tun haben. Ihr habt ja mit dem Gottesdienst, den Grußworten und mit dem Abschlusskonzert so viel zu tun gehabt, dass ihr sicher am Abend todmüde ins Bett gefallen seid. Mir hat euer Beitrag am besten gefallen, denn durch die Musik bekommt das ganze einen festlichen Rahmen und erhält den notwendigen Glanz. Manche haben von Bach im Gottesdienst geschwärmt und manche vom Abschlusskonzert. Mir hat alles gefallen und ich bin glücklich, dass die Eröffnung so gut gelungen ist. Wie ich bei der Moderation der Grußworten am Nachmittag schon sagte, bin ich froh, dass ihr beide als Kantoren nach Rathenow gekommen seid. Endlich mal normales Musikleben in der Kirche. Danke.
Ps. Und die Sänger der Kantorei sind von dir auch begeistert, liebe Therese. Und ich finde es auch gut, dass du, lieber Stephan, den Posaunenchor übernommen hast. Das musste auch mal gesagt werden.
Danke
an alle Bauarbeiter
Mit dem architektonischen Konzept des Büros Krekeler Architekten Generalplaner für die nun realisierten Maßnahmen zur Wiederherstellung des Kreuzgewölbes im Chor, sowie dem Einbau der Emporen wurde das ehemals vorhandene Erscheinungsbild des Kirchenraumes unserer Stadtkirche würdevoll und zeitgemäß komplettiert und ein neues ästhetisches Ganzes geschaffen. Die neuen Emporen unterstreichen geschickt das Querhaus der um 1190 errichteten romanischen Basilika. Diese baulichen Maßnahme zum Erhalt des kulturellen Erbes in der Summe mit der modernen Haustechnick und einer angemessenen Temperierung entwickeln eine weitreichende, über die regionalen Grenzen hinausgehende Strahlkraft, da wieder ein lebendiger Kirchenraum entstanden ist.
1. Dr. Krekeler
von links: Architekt Dr. Jens Birnbaum, Architekt Dr. Achim Krekeler
2. Baudenkmalpflege Potsdam GmbH
Am 20.06.2026 besuchte die Baudenkmalpflege Potsdam GmbH im Rahmen eines Betriebsausfluges mit all ihren Mitarbeitern die Sankt-Marien-Andreas-Kirche und zeigte den im Hintergund arbeitenden Mitarbeitern den Wiederaufbau der drei Kreuzgewölbe im Chor der Kirche. Der Förderkreis dankt allen Mitarbeitern dieses Betriebes für ihre hohe Kunst mit der sie das Werk vollendet haben. Wir sind glücklich, dass das Kleinod norddeutscher Backsteinkunst wieder zum Lobe Gottes errichtet werden konnte. Zu danken ist natürlich auch der Bundesregierung in Berlin und der Landesregierung in Potsdam, die dies durch die Fördermittel (7,5 Mio €) ermöglicht haben. Hagen Mehmel, der Geschäftsführer und Stefan Unkelbach, der Baustellenleiter erläuterten bei der Fürung durch die Kirche im Einzelnen, wie die Kreuzrippengewölbe neu entstanden sind. Dr. Heinz-Walter Knackmuß erklärte dazu, dass die drei Kreuzgewölbe im Chor auch in baulicher Form ein Symbol der Heiligen Dreifaltigkeit (Trinitas) darstellen, denn Gott-Vater, Gott -Sohn (Jesus Christus) und der Heilige Geist bilden das Gottesbild für Christen ab. Demzufolge war der Chorraum immer das Allerheiligste einer Kirche und darf bis zum heutigen Tag in den griechisch-orthodoxen und russisch-orthodoxen Kirchen nur von den Priestern betrten werden. Den Gläubigen wird nur derZutritt bis zu Ikonenwand gewährt, hinter der sich der Altar und der Chorraum befinden. Die vier Kreuzrippengewölbe im Kirchenschiff wurden 2010 von der Roland Schulze Baudenkmalpflege Potsdam (Vorgängerfirma) erbaut, wo Stefan Unkelbach als Maurermeister areitete. Die vier Kreuzrippengewölbe symbolisieren den Menschen. Die mittelalterliche Vorstellung war, dass der Mensch vom Westen her, wo die Sonne untergeht den Sakralraum betrat, dann durch sich selbst hindurchging, um im Chorraum zu Gott zu kommen. Zählt man die drei Kreuzrippengewölbe im Chor und die vier Kreuzrippengewölbe im Schiff zusammen, kommt man auf die Heilige Sieben, die für den Schöpfungbericht in der Bibel steht. An sechs Tagen hat Gott die Welt erschaffen und am siebenten Tag hat er geruht. Deshalb sind die sieben Kreuzrippengewölbe auch in Stein gemauerte Theologie.
Stellvertretend für die vielen, über 40 am Bau beteiligten Firmen, Architekten, Planern, Restauratoren seien hier nur genannt:
Wiederherstellung der Kreuzgewölbe F
Neuaufbau Fußboden Firma SVF Steinveredelung Finsterwalde
Haustechnik, Elektro und Temperierung: Firmen R. Kähne Elektrotechnische Anlagen Rathenow und ökotherm Brandenburg und Elektroanlagen Winkelhage aus Bad Belzig
Emporen: Stahlhochbau und Montage aus Pirna und Fliesen und Trockenbau aus Kalbe
Innenausbau: Firmen Tischler Bialas aus Cottbus und Schön aus Beeskow, Parkettlegearbeiten Fa. SPOMA aus Magdeburg
Kirchenmalerarbeiten Fa. Berghoff aus Rüthen
Restauratoren Holger Müller aus Radebeul und Thoralf Herschel aus Berlin und
Künstleratelier Mannstein und Vill aus Berlin
Architekturbüro Krekeler aus Brandenburg und Ingenieurbüro kwh (Herenz und Wojcik) aus Brandenburg.
???
BENNERT GmbH Betrieb für Bauwerksicherung
Meckfelder Straße 2, 99102 Klettbach
Mobil: +49 172 365 35 23
Tel.: +49 36209 480 123
Fax: +49 36209 480 155
E-Mail:
Internet: www.bennert.de
Mannstein + Vill
Alt-Marienfelde 10
12277 Berlin
https://mannstein-vill.de
tel +49 (0)30 70763865
David Mannstein mobil +49 (0)176 48533286
Dr. Maria Vill mobil +49 (0)176 48533285