Biografie von Jürgen Guthan

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Biografie von Jürgen Guthan

Jürgen Walter Guthan wurde am 15.06.1938 in Rathenow geboren. Am 14.09.1938 wurde er in der Dorfkirche in Semlin getauft und am 11.05.1952 von Pfarrer Friedrich Kordt in Semlin konfirmiert. Der Konfirmationsspruch lautete: „Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar (Psalm 23,6).“  Seine Mutter, Paula Guthan, geborenen Heidecke, wurde am 16.06.1908 geboren und stammte aus Ferchels bei Schollene. Sie war Kontoristin bei der Firma Jüch. Sein Vater, Walter Robert Guthan, wurde am 10.03.1901 in Semlin geboren und war Brillenmachermeister. Er führte die Brillenoptikfabrik „Paul Guthan- Fabrik optischer Waren“ in Semlin. Jürgen Guthan wurde 1944 in die Grundschule in Semlin eingeschult und kam gleich in die zweite Klasse. In der siebenten Klasse kam er zur Karl-Marx-Grundschule nach Rathenow, wo er auch die achte Klasse absolvierte und dann zur Erweiterten Oberschule „Karl Marx“ in Rathenow wechselte. Hier wurde ihm aber gleich bedeutet, dass er nur die  zehnte Klasse als Abschluss erhalten könnte, weil er als Kapitalistenkind nicht zum Abitur zugelassen wurde. So verließ er 1955 die Erweiterte Oberschule Karl-Marx in Rathenow und nahm eine dreijährige Lehre  zum Augenoptiker beim Augenoptikermeister Daubenbeck in Brandenburg an der Havel auf. Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung zum Augenoptiker, arbeitete er in seinem Beruf zwei Jahre lang beim Optiker Schäfer in Potsdam-Babelsberg. Berufsbegleitend besuchte er in dieser Zeit die Volkshochschule und holte 1960 in Abendkursen sein Abitur nach. 1960 begann er ein Studium der Medizin in Berlin an der Humboldt-Universität, musste aber zwischendurch immer als Pfleger in verschiedenen Kliniken arbeiten. Er ging dann nach Jena und schloss das Medizinstudium 1974 mit dem Staatsexamen ab. Nach dem Medizinstudium begann er die Ausbildung zum Facharzt für Augenheilkunde im Bezirkskrankenhaus in Brandenburg an der Havel. 1979 erhielt der die Facharztanerkennung und arbeitete in der Augenklinik in Brandenburg bis 1985, zuletzt als Oberarzt. Danach arbeitete er in einer Augenarztambulanz in Berlin-Lichtenberg und ließ sich 1990 als Augenarzt in Berlin-Lichtenberg nieder. Dort arbeitete er als Augenarzt bis zu seiner Berentung im Jahr 2005. Schon als Schulkind hatte er in Semlin Klavierunterricht bei der Klassenlehrerin Fräulein Fennert und später beim Schulleiter Klaus Harms erhalten, der auch die Orgel in der Kirche spielte. Der Klavierunterricht wurde in Rathenow von Hedwig Musold fortgeführt und später in Brandenburg von Max Müller und dem Klavierlehrer Schubert. Jürgen Guthan spielt auch jetzt noch gern Klavier, wenngleich er im Alter immer mehr sein Vorliebe für die Orgel entdeckt hat. Sei zweites Hobby ist die Elektroakustik, wobei er sich besonders intensiv mit Aufnahmetechniken befasst hat. Seit 21 Jahren lebt er mit seiner Lebensgefährtin Rosemarie Uhlig zusammen. Am 03.05.2009 trat der dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. bei, weil er den  Wiederaufbau des Gotteshauses seiner Geburtsstadt unterstützen wollte.

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Am 15.06.2008 feierte der Augenarzt Jürgen Guthan seinen 70. Geburtstag im Golf-Hotel in Semlin. Als Geschenk erhielt er den Dachstein  Nr. 2003 für die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Er selbst spendete die Dachsteine Nr. 2308 -2317 für das marode Dach des Kirchenschiffs. Rathenow war tief verschneit. Es hatte lange nicht so einen kalten und schneereichen Winter gegeben. Am 12.02.2010 begann um 14:00 Uhr der Auftakt zur großen Spendenaktion für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum der Kirche. Es war auch in der Kirche bitter kalt (- 6 ° C), als Pfarrer Andreas Buchholz die kleine Gemeinde im Chorraum begrüßte. Es hatten sich nur wenige zu dieser Andacht eingefunden hatte. Aber es waren Dr. med. Hans-Dieter Kriewitz aus Berlin und der Bürgermeister Roland Seeger gekommen. Pfarrer Andreas Buchholz sang mit der Gemeinde wegen der Kälte nur die erste Strophe des Liedes: Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen. Jürgen Guthan nahm auch bei der Auftaktveranstaltung für  den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum am 12.02.2010  teil.


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Jürgen Guthan mit Bürgermeister Ronald Seeger nach er Säulensteinandacht.

 

Jürgen Guthan  spendete 10 Säulensteine (Nr.138 -147) für den Wiederaufbau des Chorraumes der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Am 10.05.2010 überreichte ihm der Förderkreis die Säulensteinurkunde und bedankte sich für die Spende.

 

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Jürgen Guthan mit der Säulensteinurkunde

Jürgen Guthan und seine Lebensgefährtin Rosemarie Uhlich reisen gern, wenn es ihre Gesundheit erlaubt. Im Winter fahren sie gern nach Bad Lauterberg im Harz, aber es gab auch große Schiffsreisen.

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Roesemarie Uhlich und Jürgen Guthan auf einem Kreuzfahrtschiff
 

 

 

Dr. Heinz-Walter Knackmuß (10.07.2011)

 

 

80. Geburtstag von Jürgen Guthan

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Rosemarie Uhlich und der Semliner Augenarzt Jürgen Guthan feierten am 21.07.2018 im Golfhotel Semlin ihre diesjährigen Geburtstage mit Freunden und Verwandten bei herrlichem Sommerwetter. Rosemarie Uhlich ist am 09.03.2018 75 Jahre und Jürgen Guthan am 15.06.2018 80 Jahre alt geworden. Es war ein rauschende Fest mit einem Festmenu, vielen Reden und Liedern und einem kleinen Grußwort von Pfarrer Andreas Buchholz über die Bergpredigt. Jürgen Guthan ist schon viele Jahre im Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. und Pfarrer Andreas Buchholz versprach ihm, wenn die neue Orgel aufgebaut wäre, dass er einen Schlüssel für die Kirche bekäme, um auch auf der Orgel zu spielen, denn Jürgen ist ein leidenschaftlicher Klavierspieler und übt oft tagelang an einem schwierigen Stück. Seine Lebensgefährtin Rosemarie Uhlich begrüßte in ihrer charmanten Art die Geburtstagsgäste und stellte auch die meisten Gäste vor. Magdalena Buchholz und Dr. Heinz-Walter Knackmuß sangen dem Jubilar Jürgen Guthan ein Geburtstagslied und überreichten ihm eine Flasche Rotwein von Dr. Martin Luther und ein kleines Römerglas aus der Sammlung von Viola Knackmuß, damit beide den Wein wirklich nur sehr maßvoll genießen sollten. Die Jubilare hatte auf ihrer Einladung darum gebeten statt Blumen und Geschenke eine kleine Spende für den Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche als Geschenk zu überreichen. Dabei kamen 520,00 € zusammen. Der Förderkreis überreichte beiden die Urkunde über den Stifterbrief in Bronze Nr. 80 und die Säulensteine Nr. 13116 -13119 für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, bedankt sich für die Spende und wünscht beiden stabile Gesundheit, ein fröhliches Herz und Gottes Segen für die weiteren gemeinsamen Jahre.

 

 

© Copyright: Dr. Heinz-Walter Knackmuß 21.07.2018